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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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161
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erklären. Er unterschrieb und beschwor ein eigenes For-mular, ließ es durch Vermittelung des Herzogs vonMayenne von den Standen genehmigen, und befahl/daß es zu Paris und in ganz Frankreich unterzeichnetwerden sollte. —

Diese unerwartete Erklärung des Königs, setzteden Herzog von Guise nicht wenig in Bestürzung. Er,der die Wirksamkeit seines Plans nach den entgegen ge-setzten Gesinnungen des Königs berechnet hatte, derscharfsichtigen Intrigue der Königin Mutter, eine derErhaltung des königlichen Ansehens gemäße Leitung ihres*"Sohnes zutrauete, sah sich jetzt auf einmahl von seinemgeheimen Hauptzweck sich an der Krone zu vergreifen,weit zurück geschleudert, und sein hochverratherischerEhrgeitz mußte sich duldsam unter ein Zoch krümmen,das sein hoch fliegender Geist schon abgeworfen hattenHeinrich hatte zwar dafür, daß er der Anführer einerPartey in feinem eigenen Königreiche würde, das Der-gnügen errungen, zu dem Lager seiner Wollust zurückzu kehren; allein durch eben diese Handlung, wodurcher sich und Frankreich auf einige Zeit rettete, hatte ersich und sein Könlgreich auf ewig geschändet. —

Zürn Glück für ihn konnten sich jetzt die anders ge-richteten Stande nicht über diese Behandlung der refor«Mitten Partey vereinigen. Man verlangte zwar im All-gemeinen die Kassirung des letzten Religionsfriedens,und einen Krieg gegen die Ketzer; allein so sehr auch dererste Punkt den zweyten schon zur Folge hatte, so warder letzte jetzt nur als eine bloße Explosion zu erwarten;womit die Guisische Partey über ihren gescheiterten Plan,.

Heinr, d. Bim«, i. Tk L Midi