und der König über fie triumphiern wollte. — Je un-gestümer jene auf eine unbedingte Kriegserklärung gegendie Ketzer drang, desto beachtlicher waren die Schritte,womit sich der König ihren Forderungen näherte. SeinVorschlag, den Weg der Güte bey den Ketzern zu ver-suchen, wenn gleich seinen Gesinnungen widersprechend,ist als der erste neue Akt anzusehen, womit er sein könig-liches Ansehen behauptete; er scheint diesen Triumph tiefgefühlt zuhaben, weil er bald darauf durch ein Edikt,wodurch er den Prinzen von Geblüts vor allen andernPrinzen und Pairs den Vorrang in allen Feycrlichkeiten,in den Sitzungen des Parlaments, und in andern Der.sammlungen gestattete, den Stolz des Herzogs vonGuise tief demüthigte.
Nach dem Vorschlage des Königs schickten dieStande Gesandten an die Mißvergnügten und Protestan-ten, um sie zur Rückkehr in den Schooß der Kirche ein-zuladen. Damville hielt sich damahls in Languedok, derKönig von Navarra und der Prinz von Conde inGuyenne, Poitou und den benachbarten Provinzen auf.Aus der Wahl der Abgeordneten zu der Reichsversamm-lung konnten sie schon vorher auf ihre Beschlüsse schließen.Sie hatten auch deßwegen feyerllch gegen das ganze Ver-fahren derselben protestirt, und sich durch rastlose Lba-tigkeit in eine nachdrückliche Verfassung gegen die Gefahrdes Ueberraschens gesetzt. Charakteristisch? sind die ver-schiedenen Antworten, welche die Anführer den Depu«tirten ertheilten. Der König von Navarra dankte denStanden in einem verbindlichenBriefe für diese Gesandt-schaft, lobte ihren Eifer für die Religion und den Staat;
machte