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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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165
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- i§5

Bund abgewonnen war, und so mußten die größer» Ein-schränkungen und die darin bestätigten Freyheiten derProtestanten dazu dienen, die Machinationen der Lignezum Nachtheil des königlichen Throns, wo nicht zu zer-nichten, doch wenigstens unwirksam zu machen; undzugleich die Abneigung des Königs gegen die Protestan-ten zu befriedigen. Er wurde zu Poitiers in vier undsechzig, und zuDergerai in acht und vierzig Artikeln*)abgeschlossen. Durch jene wurde die Religionsfreyheitder Protestanten etwas mehr eingeengt; indessen bliebenihnen doch die acht Festungen im Reiche, und die ge-theilten Kammern — durch diese aber wurden in ge-heim gewisse Dinge mit dem Könige von Navarra unddem Prinzen von Conde verabredet, die theils einzelneProvinzen, theils das ganze Königreich interesstrten.Von ersterer Art waren die von den Protestanten einge-nommenen Platze im Comitat Venaisstn, die dem Papstegehörten, und ihm wieder zurück gegeben werden muß-ten. — In den Artikeln von letzterer Art wurde dieVerfolgung gegen verhciratheke Priester und Nonnenaufgehoben,

Heinrich hatte durch diesen Frieden mehr erlangt,als ihn seine anfängliche Bänglichkeit erwarten ließ.Nicht nur war die Macht der Ligue unwirksamer gewor-den, sondern auch die Anmaßungen der Protestanten inengere Grenzen zurück gewiesen, und was noch mehrals alles dieses war, er hatte sogar durch die Feindeseiner Ruhe seine Rückkehr zum Lager der Wollust, derAndächtcley, und der Unthatigkeit errungen. Wie wahr

ist

*) Im September und Oktober 1577-