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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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166
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ist es nicht, was Sixt der Fünfte zum Kardinal Joyeusesagt: „Ihr König thut, und hat alles gethan, um„ Mönch zu seyn, gerade wie ich alles thue, um es nie„ zu werden. " Mit hundert und fünfzig Kammerdie-nern umgeben, die gierig seine Winke auffingen, undmit neidischem Wetteifer vollzogen, immer auf neue Er-getzlichkeiten sinnend, zuletzt sogar darbend im schwel-genden Uebcrfluß, an Körper und Geist vcrschrumpst,hatte er die dem Menschen so süße Zurückerinnerung andie viel versprechenden Jahre seiner Jugend, und mit die-ser das Errathen vor seinem männlichen Alter verloren.Alle Regierungsgeschäfte, die ihn wenigZeit, wenig An-strengung kosteten, vorzüglich diejenigen, die bloß seinesNahmens Unterschrift erforderten, waren ihm die will,sommensten. Unbekümmert um ihren Inhalt, den eroft nicht wußte, folgte er blind dem Ja und Nein seinerMutter.

Katharina war unter dem Geräusche des Hofes,vnd dem Wechsel von Vergnügungen mit neuen Entwür-fen beschäftigt; allein in allen den leidenschaftlichen Ge-weben der verschiedenen Parteyen war so wenig Einheit,daß sie einen allumfassenden Plan unmöglich zu seinerReife bringen konnte. Der König von Navarra beob-achtete sie zu fehr^ Conde war noch zu räthselhaft; derHerzog von Guise trauete ihr zu wenig, und der Herzogvon Anjou befaß zu viel Tücke und zu wenig Muth. Ih-rer Scharfsichtigkeit konnte es nicht entgehen, daß siedie feste Gutmüthigkeit des Königs von Navarra undden Trotz des Herzogs von Guise gleich stark zu fürchtenhabe. Indem sie jenen anzog, wenn sie ihn entfernte,

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