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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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169
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Diese Königin, tief gekrankt durch die BeleidigungenHeinrichs des Dritten, hatte sich bald nach ihrer Aus-söhnung mir ihrem Gemahl in einen sehr vertrauten Um-gang mit einem treuen Diener Heinrichs eingelassen.Es sey, daß die Königin Mutter Heinrich von Navarradadurch mehr an die Daüre ihres Gcfolgs «»fesseln, oderdie Protestanten noch mehr gewinnen wollte, oder daßMargaretha aus Rache gegen ihren Bruder Heinrich,die ihr von der Mutter vorgczeichneten Grenzen über-schritt; genug, Margaretha brachte es bey Pibrac da-hin, daß er den Protestanten in Langucdok und Hein-richen von Navarra in Guyenne verschiedene Sicherhcits-platze einräumte. So wenig auch Katharina die Vor-würfe eines indolenten Königs deßwegen zu befürchtenhatte, so war doch ihr Zutrauen bey den Protestantengestiegen, und bey den Guisen war sie durch einen af-fektirten Unwillen über diese Treulosigkeit gerechtfertigt.Allein, fo bald als die Protestanten noch khäugere Be-weise ihrer Gesinnungen verlangten, und die Guisenschon wieder mit Bewegungen drohten, so hatte sie keinanderes Mittel übrig, als Rückkehr zu ihrem vorigenBetragen; und um beyden auf einmahl durch die Erhe-bung einer ihr allein anhänglichen Partey nur einenTheil ihrer Macht und Gewalt zu zeigen, so stiftete siemit des Königs Genehmigung, den Ritterorden des heili-gen Geistes, der in die Stelle des verdienstlos geworde-nen Michaelisorden treten sollte. Den Statuten diesesOrdens gemäß konnten nur Katholiken und solche, dievon keinem andern» als vom Könige, ihre Bestallungbezogen, und die sich ohne seine ausdrückliche Genehmi-gung in keine andere Verbindung einzulassen versprochen,

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