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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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171
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so wurde über diese Grenzlinie der kleine Krieg mit derheftigsten Erbitterung geführt.

Es gehörte unter die Feinheiten des Hofes, sichwechselseitig einander zu belisten. So verlor der Königvon Navarra Agen und la Reole, Indessen hielt er sichbey Gelegenheit eines großen Balls, wo er sich heimlichund unvermerkt mit einigen wenigen Leuten wegstahl,durch die Ueberrumpelung von Fleurance schadlos. Lä-chelnd sagte die Königin Mutter: „das ist die Wieder«», Vergeltung für la Reole. Der König von Navarra„ hat mich mit eigner Münze bezahlen wollen; vielleicht„ habe ich noch bey dem Tausche gewonnen." Mit einerihr eigenen Verschlagenheit wußte die Königin die erge-bensten Diener des Königs von Navarra, entweder mitihm oder unter sich zu veruneinigen oder zu verführen.—Selbst Conde kam bey ihm in den Verdacht einer usurpa-torischen Diktatur. Oft trennten sich beyde Höfe überkleine unbedeutende Anlasse, um sich durch das Ver-gnügen wieder wechselseitig zu vereinigen. Ein ernst-hafteres Ansehen erhielt Frankreich, als Lesdiguieres,der nach Montbrüns Tode an der Spitze der Reformir-ten stand, im Delphinate große Bewegungen machte,Conde la Fere in der Pikardie, und der König von Na-varra Cahors überfiel.

Cahors, eine sehr volkreiche und wohlbefestigteStadt am Flusse Loth, der sie von drey Seiten bespühlt,wurde vyn einem eifrigen Katholiken, dem GouverneurVeflrs mit zwey tausend Mann Infanterie und hundertMann Kavallerie, außer der Bürgerschaft, vertheidigt.So ruhig als es in seiner ganzen Gegend war, so sehr

hatte