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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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stehen sollte. *) Mit glühendem Eifer sprach er mit feinemBruder von der Nothwendigkeit, mit den Protestantenin Frankreich Frieden (der auch zuFleix zu Stande kam)zu schließen. „Nur die Ableitung der Kriege in das„Ausland kann unsere todtlichen Wunden heilen. Gott,„den das Schicksal Frankreichs gerührt haben muß,„weiset uns einen Weg dazu; seine Güte legt uns das„Mittel in die Hände. Flandern seufzt unter dem zer«„malmenden Despotismus der Spanier, und ruft„Frankreich, wovon es ehemahls einen Theil ausmachte,„gegen seinen barbarischen Feind um Hülfe an. Fle-„ hend bitte ich meinen Bruder um Unterstützung bey„einer so gerechten, so nothwendigen und glorreichen„Unternehmung, die dem Französischen Nahmen wieder„jenen Glanz geben kann, den der neidische Muthwille„Philipps, und die kaum herauf gewachsene Größe det„Spanier verdunkeln." —

Heinrich konnte und wollte den Bitten feines Bru«ders nicht lange widerstehen, da ein Friede mit denProtestanten ihm nicht die Ruhe seiner Staat en, sondernseine eigene versprach, und so bewilligte «r ihm nichtnur eine große Summe Geldes, sondern -auch die Aus.Hebung einer großen Armee, die zehntausend Mann In-fanterie und viertausend Mann Kavallc rie stark, sich inBewegung setzte. **)

Eigent-

*) Nach Sully sollen die Niederländer a> H Uekerbruß regen denneuen Statthalter. zur Berufung d es Herzogs von Anjouveranlaßt worden seyn; allein der SeHreck, der die königlicheProklamation, worin der Prinz v»'.t Ocanien für vogelfreyerklärt wurde, begleitete, und die traurigen Aussichten derZukunft, scheinen diese Wahl beschleunigt r» haben--»*) >;8i. den is. August.