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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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Eigentlich war es die königliche Mutter, die desHerzogs von Anjou Theilnahme an den NiederländischenUnruhen beschleunigte. Die nehmliche astronomischeTräumerei), die so manche Versuche in dem König Hein-rich vernichtet hatten, gaben ihr Hoffnung, ihren Ehr-gcitz durch den Herzog von Anjou zu befriedigen. DieKönigin Elisabeth, Philipps Liranney heimlich verab-scheuend, ohne offenbar gegen ihn los zu schlagen, schmei-chelte dem ehrsüchtigen Herzoge von Anjou mit ihrerHand, wenn er die Niederländer gegen die Spanier un-terstützen würde. Diese Aussicht machte schnellen Frie-den in Frankreich nothwendig. — Allein die Königinvon England, nie entschlossen sich zu verheiraten, undzu stolz auf die Hebe ihrer Unterthanen, um diesem Ruhmmit einem neu qeborncn oder fremden Prinz zu theilen,hielt den Herzog von Anjou bloß mit diesen Erwarrun-gen hm, bis er mit seinem Heere in die Niederlande ein-gebrochen war, und Cambray entsetzt hatte. Von die-sein Augenblick an, wurden die Angelegenheiten der Niesverlande mit mehrcrm Ernst, als die Heirath betrieben,und der Herzog von Anjou glaubte es seiner Ehre schul-dig zu seyn, den Eifer auf den Krieg zu verwenden, wo-mit er vorher die Hand der Königin verdienen wollte.Allein er war nicht thatenfahig genug, um alle die Er-wartungen zu erfüllen, die seine prahlerischen Entschlüsseund seine Vorbereitungen versprechen ließen. „Was soll,"sagte der König vot: Nävarra, der ihn aus langer Er-fahrung, aus Hofgeschichten, und aus Nebenbuhler-schaften kannte, und dem keine Falte seines Herzens ver-borgen war, „was soll ein Mann thun, der so wenig„Murh, ein so falsches, tückisches Herz besitzt; kann

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