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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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178
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nicht ertragen konnte, versucht, den Thron von neuem zuerschüttern. Nikolaus vonSalcado, Herr vonAuvilliers,verbunden mit dem Hause Lothringen durch eine Heirath,die seinem Gefühle die bestraften Schandthaten seinesVaters entreißen konnte, ein eingefleischter Bösewicht,der schon des Falschschwörens überwiesen, und deßwegenbegnadigt war, einMann, der rettungslos verschuldet,und immer von der Furcht wegen seines ruchtbaren Le-bens verfolgt war, hakte Muth genug, eine Verschwö-rung gegen den Thron zu übernehmen, die ihm die Gui-sen durch Mitwirkung des Königs von Spanien vorge-zeichnet hatten, und die der König Heinrich durch seinenungestörten Hang zum Vergnügen, durch seine Unem-pfindlichkcit gegen die Staatsübel und durch seine Sorg-losigkeit wegen der Zukunft, sehr erleichterte.

Schon dadurch seiner Nation verächtlich, gab erder Verschwörung die Mittel ihrer Gcdeihung an, undman hatte keine große Beredsamkeit nöthig, um den Un-terthanen die Achtung für ihren Repräsentanten zu rau-Leu. Die Anzahl der Verschwornen war bald groß undansehnlich. — Was konnten nicht auch PhilippsSchatze, und der Guisen Einfluß wirken? — Alleinihr Unternehmen wurde verrathen, und der Anführerderselben Salcado in so kurzer Zeit, als es Heinrichsgekränkter Hang zur Ruhe zuließ, mit der schärfstenStrafe eines Hochverräthcrs hingerichtet.

Das eine Ende dieser Verschwörung hing mit derheiligen Ligue, das andere mit der grenzenlosen Ver-ruchtheit des Spanischen Hofes zusammen. Statt daßder König nach dem Rathe des ehrwürdigen de Thou die

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