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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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183
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und ausschweifend, um in seine Seele ein Geheimnißnieder zu legen, das er in den Armen seiner Freuden-mädchen öffentlich ausplaudern würde. Herzog Hein-rich hielt es für zureichend, beyde an ihre Abkunft undan die Gefahr ihrer Familie zu erinnern — ein zu kräf-tiges Mittel, um die thätigste Mitwirkung beyder inBeschlag zu nehmen. Seine leiblichen Geschwisterkinderwaren ihm nie wichtig gewesen, und auch die konntenihm nicht entgehen, wenn er ste durch das gemeinschaft-liche Interesse ihres Hauses kitzelte, oder durch Vorstel-lungen von Gefahren schreckte.

So lange der Bund noch unthätig war (das warer, so lange als die Guisen bey der Beschimpfung desKönigs und seiner Lieblinge stehen blieben), so langewaren von dem Könige selbst keine Gegenanstalten zu er-warten. Allein bald mußte er mit Schrecken sehen, wieihre Freyheit ihn sogar aus der Sklaverey der Wollustzu reißen drohte. Sey es Glück, oder sey es Absicht,daß er die Guisen, die durch die Gefahr der Religionalles mit Gewalt in Bewegung gesetzt hatten, durch die ^nehmliche Religion ohne Gewalt zwang, sich in den Au-gen des Heller sehenden Publikums in Widerspruch mitsich selbst, oder doch wenigstens ihre Absichten bloß zustellen. Eine gewisse Warme, die er zur Beförderungder katholischen Religion annahm, und eine gewisseHarte, die er gegen die Protestanten zeigte, mußte dieBeschreibungen von dem fürchterlichen Anwüchse der pro-testantischen Macht sehr vermindern, und den Thatsa-chen, worauf sie sich bezogen, die nöthigen Beweise ent-ziehen. Ueberzeugt, wie sehr die Bloßstellung ihrer ehr-

süchti-