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Schon stand die Liguisten-Armee im Felde, als der Kö-nig alle Truppenaushebungen und Zusammenrottirun-gen, die ohne seinen Befehl geschahen, ernstlich verbot,und zugleich dem Volke für dieses Jahr zwey hundert undfünfzig tausend Thaler an Steuern nachließ. — Sowurden also alle seine Unterthanen durch den Nachlaßdieser von der Nothwendigkeit der Nichtbefolgung jenerVerordnung überzeugt; und noch weit sicherer als vor-her, konnte die Ligue jetzt ihren Plan verfolgen. DerHerzog von Guise überfiel Verdün rznd Mezieres; derHerzog von Aumale bemächtigte sich der meisten Platzein der Pikardic, Brissac der Stadt Angers, Entraguesder Stadt Orleans; und wenn auch ihre Absichten aufMetz durch die Wachsamkeit des Herzogs von Epernonvereitelt, Bourdeaux von dem Marschall Matignon ge-rettet, und Marseille von den königlich Gesinnten wiedereingenommen wurde, so war doch die Zeit, worin allesdieses ausgeführt wurde, so kurz, die Anstalten, biederKönig dagegen traf, so unbedeutend, und die Thätig-keit, womit die Guiftn den Verlust ersetzten, und wo-mit sie alles in Bewegung brachten, so rastlos, daß ihrUebergewicht ganz Frankreich zu verschlingen drohte.
Ucberall, wo die liguistische Armee im Triumpheinzog, wurde dem neuen künftigen Könige, dem Kar-dinal von Bourbon, als Haupt der Ligue schuldiget.Dieser sonst gutmüthige Mann war durch den natürli-chen Haß gegen die neue Religion so fest von der Gerech-tigkeit seiner Sache überzeugt, daß er schon am ein unddreyßigsten März von Pcronne ein eigenes Manifest er-gehen ließ, worin er die Herzoge von Guise und Lothrin-
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