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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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187
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gen alsGenerallicutenante der Ligue ernannte, den trau«rigen Zustand des Reichs, das die Ketzerei) vervcstet,und die Lieblinge des Königs ausgeiogen hakten, be-weine, und zugleich erklärte: daß er als erster Prinz vonGeblüte sich mit den übrigen Prinzen, Kardinälen, Pairs,Prälaten, Herren, Gouverneuren, Edelleuten, Städten,Universitäten, und allen andern, welche den gesundestenund größtenThcil des Königreichs ausmachten, sich feyer«lich durch Pflicht und Eid verbunden hätten, die katho-lische Religion in ihrer Reinheit herzustellen, die Ketzereybis auf ihre Wurzel auszurotten, dem Adel seinen erstenRang, und den souveränen Höfen ihren alten durch dieIntrigue» der Lieblinge des Königs verdunkelten Glanzwieder zu geben, und das Volk von den, durch Karlsdes Neunten Willkühr eingeführten, druckenden Lastenzu befrcyen. Dieser heilige Zweck, wornach die Liguestrebe, sey zugleich, warum sie sich gegen die tolle Will-kühr, welche die feinsten Räder des Staats ange-griffen habe, bewaffne. Ein Manifest der Art, haltedoch den König einmahl auf den Gebrauch derjenigenGewalt, die er in seinen Händen hakte, zurück führenkönnen. — Allein sich auch hier gleich, ließ der Königein Gegenmanifest bekannt machen, worin er zwar mitvieler Gewandtheit und ohne Nennung der Guisen ihreVerleumdungen vollkommen widerlegte, aber zugleicheine Blöße zeigte, die ihn noch tiefer als vorher herabwürdigen mußte. Statt als Oberherr zu befehlen, ließer sich zu den stehendsten Bitten herab; statt ihre Anschul,digungen durch ein beschimpfendes Stillschweigen zu be-antworten, rechtfertigte er fein Betragen, wie vor sei-nen Anklägern; statt seine Macht auf die Hochverrächcr

schwer