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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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198
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gekränkten Stolzer „Mein Herr, ich thue in Rochelle„alles, was ich will; denn ich will nichts, was ich„ nicht soll,«

Es kann seyn, daß es der Königin und dem Kö-nige schon jetzt Ernst war, sich mit Navarra gegen dieLigue, deren Druck immer despotischer, und deren An-maßungen immer ungeheurer wurden, zu verbinden;allein ein Mittel, das zur Bedingung der MöglichkeitVorausgesetzt wurde — Navarra's Uebertritt zur ka-tholischen Religion — mußte beyden Parteyen ihre Wirk-samkeit rauben — dieLigue, weit entfernt, um durchdie edlen Bewegungsgründe der Liebe zum allgemeinenSohl und des reinen Eifers für die Religion geleitet zuWerden, und zu fest vereinigt, um durch die Verände-rung der königlichen Gesinnungen erschüttert zu werden,würde darin den stolzen Triumph ihrer Macht über dieSchwache der beyden Parteyen gefunden haben; undWas hatte sie abhalten können, ihr Ansehen in dem gan-zen Königreiche bis an seine äußerste Grenze zu behaup-tend Der König von Navarra hätte alsdann, los ge-rissen vyn seinem Heere, das der königlichen und liguisti-schen Partey noch immer zugleich die Spitze bieten konnte,Heladen mit dem schimpflichen Vorwürfe, die Sache desVaterlandes feinem eigenen Interesse aufgeopfert zu da-chen, verunreinigt mit seinen edelsten Begriffen nur bloßfeine Person, nicht aber die Starke seines Anhangs zudiesem Bunde gebracht, und was würde auch selbst seineMacht einem solchen Könige genutzt haben, den Uncnt-fchloffenheit, Furchtsamkeit und Trägheit beherrschten?Man darf nur den Auszug kennen lernen, worin ihn

Sully