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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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206
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an der Verhinderung des Einmarsches der DeutschenTruppen in Frankreich abzuzwingen.

Leicht war es, einen König, der jetzt in geistlichenBrüderschaften und Prozessionen, der durch Frömmig-keit und Andachteley seinen Eifer für die Religion bewei-sen wollte, zu diesem Schritte zu bewegen. — Aberehe noch ein entscheidender Schlag geschehen konnte, sohatte Navarra in einem Monate so viele Platze einge-nommen, als das königliche Heer in einem halben Jahrekaum wieder erobern konnte. Sein Sieg über Joyeusewar der Sturz der königlichen Macht. Der Herzog vonJoyeuse, der Anführer der Letztem, verfolgt von Na-varra, und von einer ansteckenden Krankheit, die feineArmee aufzulösen drohte, hatte das Kommando dersel-ben niedergelegt, um die wankende Gunst des Hofeswieder zu gewinnen. — Lordern, die ihm mehr, alsals der Rufseiner Thaten galten. — Aber Ucberdrußund Annehmlichkeiten, Neid gegen seinen Rivalen, denHerzog von Epernon, und Verfolgung, noch mehr aberdas Gefühl des Lastigwerdens, nöthigten seinem Ehr-geitz ein Wagstück ab, welches nicht anders, als durchdie Unmöglichkeit, sich in seinem Schicksale zu berathe»,gerechtfertiat werden kann. Er bat den König, und derKönig bewilligte es ihm, dem siegenden Navarra durchein Haupttreffen Einhalt zu thun. Die Gegend vonCvutras wurde das Feld , worauf er entweder seine Un-gnade nicht mehr überleben, oder sich bis zum Herrscherüber den König, und über die Guisen erheben wollte.

Der König von Navarra zog alle Truppen, die erin Poitou, Anjou, Louraine und Berry aufbringen

konnte,