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In dieser Schlacht, die zum ersten Mahle nach sie»den und zwanzig Jahren die so oft besiegten, aber unbe-zwingbaren Protestanten, mit einem entscheidenden Siegkrönte, zeigte Navarra alle die hohen Talente, die einenSoldaten und Feldherrn charakterisiren. Navarra'sGroße bleibt über alles Beyspiel erhaben. Ihm mußtees ein eben so glänzendes als ehrenvolles Schauspielseyn, seinen Feind, der vom Papste eine Konfiskations.bulle über alle seine Güter erhalten hatte, so gedemü-thigt, seinen Tisch mit so vielen Gefangenen von Adelumgeben, und seine Stube mit Fahnen tapeziert zu se-hcn; und dennoch fand der feinste Beobachter weder aufdem Gesichte, noch auch in den Reden und Handlungendes so tief gekränkten Königs eine Spur von veränderterFestigkeit und Güte — ein Zug, der nur edlen Seeleneigen ist, der aber einen sonderbaren Kontrast mit demStolze, und der Eitelkeit der Gefangenen, mit ihremehemahligen Trotze und ihrer Prahlfucht bildet. Ebenso tapfer in der Schlacht, als mäßig und großmüthignach dem Siege, schickte er beynahe alle Gefangene ohneLöfegeld mit ihrer Bagage zurück, ließ die Verwundetenmit väterlicher Sorgfalt verpflegen, und den Tag dar-auf den König von Frankreich in einem herzlichen Schrei-ben ersuchen, ihm zu einem gedeihlichen Frieden behülf-lich zu seyn. — Allein der König, unempfänglich füreine solche Großmuth, schien sich über den Verlust einesMannes (des Herzogs von Joyeufe) zu freuen, derimmer schlagen wollte.
Das Lob, welches man Navarra's Siege zollt,rechtfertigt die Vorwürfe, die man seiner Kunst, den
Sieg