Sieg zu benutzen, macht. Sey es Sehnsucht nach Frie-den, und Hoffnung, versöhnt am Hof zurückzukehren,oder Unfähigkeit, seine Truppen länger zu unterhalten,oder Uneinigkeit unter den Anführern, genug das Mit-tel, den Werth des Augenblicks zu benutzen, und. seinenSieg zu verfolgen, entging ihm- Er hatte zwey Wegevor sich. — Einen, sich mit dem Deutschen Heere beyder Obetloire zu vereinigen, den andern, alle Plätzewegzunehmen, welche die Furchtsamkeit des königlichenFeldherrn Matignon unbedeckt gelassen hatte. — Kei-nen von beyden wählend, zertheilte er sein Heer, undging nach Bearn, um der Gräfin von Grandmont dieTrophäen von Contras zu Füßen zu legett-
Der Trotz des Königs von Frankreich gegen dieFriedensvorschläge der Deutschen Fürsten, hatte ihrenStolz Und Religionseifer bewaffnet. Mehr als dreyßigtausend Mann, worunter allein sechzehn tausend Schwcit-zer waren, drangen in das Herz von Frankreich ein,Navarra hätte in Verbindung eines so zahlreichen HeerSdie Freyheit Frankreichs und die Ehre des Königs ret-ten können. — Allein ein solcher zertheilter Operations-plan, wie nach dem Siege bey Contras enrworfeNwurde, mußte auch die Wirksamkeit einer Armee schwa-chen, deren Zusammensetzung einen Navarra an ihrerSpitze nothwendig machte- Burggraf von Dohna warihr Anführer und Michael de la Huguerie sein Rakhge-der — jener ein Mann, den weder Geburt noch Ge-schicklichkeit zu diesem wichtigen Posten berechtigte, unddieser ein gediehcner Bösewicht, der vor keiner Schand-that errökhete, und der seine Dienste der Ligue verkaufte,
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