andere lästerte seinen Nahmen, und in diesem den Staat,derdurch ihn regiert wurde. — Nichts war so lächer-lich, nichts so gehässig, nichts so vorwurfsvoll, wasnicht in der Anwendung auf seine Person erhöht wurde.Oeffenrlich trug man eine Schrift herum, die von denZeitungstragern unter dem viel versprechenden Titel ab-geschrieen wurde: Großthaten der Armer desHerzogs von Epernon, gegen die Ketzer-armee, und diese Schrift war auf jeder Seite mildemAnfangsbuchstaben nichts bezeichnet. —
Der Herzog von Epernon hatte unter königlichemHauptbefehl nicht unglücklich in Gien kommandirt, under war es doch, der die Deutschen vom FranzösischenBoden durch List entfernte. Allein, gerade das Letztenahm man zum Verwand, um auf ihn die Vorwürfeder Ketzerey und Treulosigkeit fallen zu lassen. „ Man„hakte," schrie man öffentlich, „Navarra begünstigt—„Frankreich wäre das Grab der Deutschen geworden,„wenn man gewollt hatte, jetzt hatte man sich sogar„durch Geld von ihnen los gekauft, und so dem um„die Religion so verdienten Herzoge von Guise dieLor-„ bern zerknickt, die in seiner Hand grünten.'^ Durchdiese zügellose und gallsüchtige Frechheit im Schreibenund Reden, fing man an, die letzte Hochachtung, dieder ruhige Bürger noch für das Haupt der Krone hegte,zu vergiften. Der blutige Haß, womit ein Liebling desKönigs verfolgt wurde, griff den König selbst an. Diehöchste Beschimpfung wider jenen ersonnen, sollte diesenzernichten. —