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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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214
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Der Abzug der Deutschen Truppen beschleunigtedie Machinarionen der Lrgue und der Rotte der Scckzeh-ner. Die Furchtlosigkeit vor dem Anfalle eines auswär-tigen Feindes, verdoppelte den ihrigen. Der Königtrug alles dazu bey, um die Agitationen zu ihrer höch-sten Wildheit zu erheben. In gedankenloser Indolenzhatte er das letzte Mittel zu seiner Rettung, welchesihm Frankreichs Genius anbot, ausgeschlagen. Leiseahnete er die furchtbaren Folgen der übermächtigen Ligue;und oft äußerte er mit voller Ueberzeugung den Wunsch,ihre Zügellosigkeit in die Grenzen der Ordnung zurückweisen zu können; aber nichts that er, was zur Reali-strnng dieses Zwecks führte. Leicht wäre die Fackel desbürgerlichen Aufruhrs, womit der Ehrgeitz der Guisenalle Provinzen angezündet hatte, durch die Verbindungdes Königs mit den Deutschen und dem Könige von Na-varra, aus ihren Händen gewunden; aber so entriß erNavarra die einzige Gelegenheit, sich zu erheben, odersich mit Nachdruck in seiner Nothwehr zu vertheidigen;der Herzog von Guise stürmte mit seinen eigenen Waffenseinen Thron. Der Weg, den die Klugheit angeralhenhätte, war jetzt ein Abgrund geworden, der sich unterden Schritten des Königs öffnete. — Die einzige Zu-flucht, die ihm noch übrig blieb, war die Verzweiflung.

In banger Erwartung näherte sich das, in der Ge-schichte so fürchterlich ausgezeichnete Jahr, ein tausendfünf hundert und acht und achtzig. Von allen ^Provin-zen strömte der wüthende Pöbel gegen den Mittelpunktdeö Reichs, bereit und entschlossen, dem rechtmäßigenMonarchen alles Ansehen zu rauben, und der unseligen

Kabale