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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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215
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Kabale seine Kräfte zu borgen. — Provinzen undStädte erhoben sich gegen die Gesetze und ihre Reprä-sentanten. Triumphirend bereitet der Aufruhr die letz,kenLage des Königs, und ruft den geschworensten Feind,Spanien, zur Unterjochung herbey. Der Tod des Her-zogs von Bouillon — ein großer Verlust für die Pro-testanten — eröffnete den Schauplatz. Der Herzog vonLothringen, unterstützt von dem Herzoge von Guise,brach mit allen seinen Truppen, und mit einem Hülfs-Heere von dem Prinzen von Parma auf, um Besitz vonden Ländern zu nehmen, die der Verstorbene ") seinerSchwester, und auf ihren unbeerbten Tvdtesfall demHerzoge von Montpenster, dem Könige von Navarra,und zuletzt dem Prinzen von Conde hinterlassen hatte.Der König von Frankreich hielt seine Ansprüche auf dieseErbschaft noch weit näher; und so wurde der Kampfzwischen privat-, politischem, und religiösem Interessevergrößert.

Von gleichem Eifer beseelt, machte jede Partey dieForderungen ihrer mit Religion gemischten Habsuchtgeltend. Jede sah sich als den angegriffenen, nicht alsden angreifenden Theil an. Jede suchte ihren Eigennutzdurch den heiligen Nahmen gekränkter Staatsgesetze zubeschönigen. „Meinen letzten Tropfen Blut vergieße„ich," sagte de la Neue, ein edler und biedrer Mann,der die Vertheidigung der Prinzesstin von Bouillon über.nommen hatte, „für mein Vaterland, für meinen Kö-„nig, für die Religion und die öffentliche Freyheit, aber„ zeigen will ich r daß ich mich keiner Nachlässigkeit oder

»Feig-

) Er ßarS den n. Januar.