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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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218
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einer großen Schlacht hatte die Protestanten nicht tieferniederbeugen können. Der Rival seines Ruhms, Königvon Navarra, einer Stütze beraubt, die ihm mehr, alseine Armee galt, weinte glühende Thränen. — „Trost-„los," sagte er, „steh' ich da, wie ein verwaister„Knabe; mein rechter Arm fehlt mir. Nur Gott kann„mich retten, auf ihn will ich allein hoffen. Er soll„mein Trost, er meine Zuflucht seyn." — Wirklichwaren wohl keine Thränen so rein, kein Schmerz sotief empfunden, und kein Verlust so groß, als der, denNavarra in der Person des Conde litt. Er war jetztden Attentaten der Ligue bloß gestellt; eine einzige Wie-derhohlung eines solchen Verbrechens setzte sein eigenesLeben, und das, was ihm noch theurer, als alles die-ses war, des Staats Wohl aufs Spiel.

Der Herzog von Guise hatte jetzt freye Bahn. Dererste Gebrauch, den er von seinem erweiterten Planemachte, war; die Beschlüsse des menschlichen Schicksalszu ereilen, das ihm in dem Tode des großen Conde «inso furchtbares und erschütterndes Beyspiel vorgehaltenhakte. Dem Verbot des Königs, zuwider, kam er nachParis, wo das cxaltirte Volk seyerliche Dankgebcte we-gen des gemordeten Conde, mit dem vom Papste ausge-schriebenen Jubiläum verband — eine Scene, die sei-nem Herzen, das Meuchelmord verabscheuet?, wehethat, deren Bekämpfung aber als nothwendige Bedin-gung seines Zwecks ihn für das Unangenehme der Wie-dererinnerung stumpf und gefühllos machte. Bewaffnetmit der Kunst, sich überall Freunde zumachen, mit derGeschichlichkeit, seine alten zu erhalten, umringt mit der

Liebe