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ausschließenden Religion, und sehte eine Zeit voraus,die alle Forderungen dieser Religion befriedigen, die voneinem bürgerlichen Kriege, und von Auflösung allerSkaatsbande mehr zu hoffen als zu fürchten habe —eine Religion dieser Art, mußte alle diejenigen mitSchrecken erfüllen, die mit erweitertem Gesichtskreise inden schönen Worten (Friede und Einigkeit) eine neueZerrüttung unter den Katholiken verhüllt, das Räder-werk der öffentlichen Ruhe — die unvermifchte Reinheitder Pflichten des befehlenden und des gehorchendenTheils — zerrissen, und die Frechheit der Priester inihrer Straflosigkeit gekrönt sahen. — So wurde einFeind belohnt, den der König tödtlich haßte.
Heinrich fühlte ganz das Gewebe der Intriguen,worein ihn die Königin Mutter verwickelt hatte. Er sollihr deßwegen sein Zutrauen auf immer versagt haben.Allein zu schwach, das Uebel bey der Wurzel anzugrei-fen, nahm er alle Kunst der Verstellung an; und erschien mit dem Herzoge ganz ausgesöhnt, als sein HerzRache kochte. Unter solchen Konjunkturen näherte sichder ausgeschriebene Reichstag zu Blois, wo die so sehn-lich gewünschte Generalreform des Reichs in allen seinenTheilen vorgenommen werden sollte — eine harte Be-dingung für Heinrich, dessen Umfang er nicht einmahleinsah, dessen Folgen er nicht berechnen konnte, unddessen Nothwendigkeit er dunkel fühlte, aber laut ver-abscheute.
Dieser traurigen Lage hingegeben, rafft er seineganzen Kräfte zusammen, und erscheint mit dem Ernsteund Anstande eines Königs, aber auch mit der verbisse-nen