Gleich den vierten November traten die Deputierender Geistlichkeit zusammen, und erklärten einstimmig denKönig von Navarra als einen abtrünnigen Ketzer derThronfolge unwürdig — dieser Beschluß sollte allen an-dern Kammern mitgetheilt, und sie zum Beytritt auf-gefordert werden. Die Deputieren des Adels und desdritten Standes, größten Theils aus Liguisten beste-hend, durch die anscheinende Gefahr der katholischen Re-ligion bestochen, unterschrieben ohne Widerrede undohne Einwendung einen Artikel, der sie von den Gewis-sensängsten befreyte, welche die Verlassung der Geist-lichen in einem» die Religion betreffenden, und für ihrUrtheil geeigneten Sache zur Folge haben mußte. Nurfehlte noch zur gesetzlichen Kraft dieses Artikels die Ein-willigung und Genehmigung des Königs, und dieserwurde durch eine Deputation darum ersucht. An derSpitze derselben stand der Erzbischof von Embrun, Wil-helm von Avanson, — ein Mann, der mit einer uiedri-gen Anhänglichkeit an dem Guistschen Hause die höchsteUnverschämtheit verband, und durch pfaffische Bruta-lität die Unenrschlossenheit des Königs am meisten zu er-schüttern vermochte. Der König, vielleicht durch dieAnkunft des Priesters, und seiner zwölf eben so verwe-genen Trabanten geschreckt, war williger, als sie erwar-tet hatten; nur verlangte er in einer so wichtigen Sacheein strengeres förmliches Verfahren, eine wicderhohlteVorladung des Königs von Navarra, verbunden mitder Drohung, daß man ihm, im Falle er nicht zumSchoß der allein seligmachenden Kirche zurück kehre, denProzeß machen wolle; allein bey einer zweyten Deputa-tion drang man ungestümer in ihn, seine Einwilligung
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