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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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zu einem Gefttz nicht langer zu verweigern, das seineKrone von der Schande eines sie entwürdigenden starr«sinnigen Ketzers befreye, und das ihm die beseligendeHoffnung gewähre, auch über sein Grab hinaus für dasWohl der wahren Religion und seines Staats gearbeitetzu haben. Der König antwortete zuvorkommend, aberer war nie fester entschlossen, als jetzt sich an dem Un-gestüm eines solchen Betragens zu rächen. „Ich werde„alles ,thun, was die Religion, der Staat und die„Wünsche einer so erhabenen Deputation mir zur Wicht„machen,^ so verließ er die Deputation, die mit Zuver-sichl auf eine entsprechende Antwort gewartet hatte.

Die Stände zu Vlois ergriffen von nun an jede Ge-legenheit, dem Könige ihren Unwillen über seine Unent-schbässigkeit zu erkennen zu geben. Der Herzog vonSuche an der Spitze derselben, steigerte seine Verwegen-heit mir der Mäßigung und Schlaffheit des Königs;nicht zufrieden, ihn nach der ersten Sitzung zu dem Aus-streichen der kraftvollen Stellen seiner Rede vermocht,und zu der Beschwörung des Unionsedikts als einesRelchSgrundgesetzes gezwungen zu haben, ließ er denKrieg wider den Herzog von Savoyen beschließen, wäh-lend er ftlnemGesandlen Nachricht gab, wegen des Aus-bruchs des Krieges unbesorgt zu seyn; und doch hatteder Herzog von Savoyen verrärherisch, unter dem ge-heuchelten Vorwand, seine Lander und die katholischeReligion in Italien zu sichern, sich des MarquisatsCaluzzo bemächtigt. Diese unverschämte Verwegenheiteines so unbedeutenden Herzogs die beißendste Satyreauf Frankreichs Macht und Größe — wurde von den

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