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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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233
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Liguisten und von der Rotte der Seckzehner gleich thätigunterstützt. Der Herzog von Guise hörte die Nachrichtvon der Einnahme des Marquisaks mit größter Kaltean; sein Bruder, Marquis von St. Scrlin, diente imEavoyschcn Heere; und der Herzog von Mayenue be-förderte die Absichten des Herzogs von Savoyen.

Vielleicht war es jetzt das erste Mahl, daß der Kö-nig die Nothwendigkeit fühlte, den Herzog von Guisezu entfernen, oder ihm wenigstens die Macht zu neh-men, wodurch er ihn zum Schattenbild herab würdigenkonnte; aber der Gedanke von einem Meuchelmord warnoch nicht in seiner Seele zur Reife gediehen, so sehr erauch für jetzt als das wirksamste Mittel angesehen werdenmußte, die Hochverratherischen und frechen Plane dessel-ben zu vernichten. Mit einer unbegreiflichen Blindheitführte der Herzog den König an den Abgrund seinesVerderbens, ließ ihm das Schaudervolle in der ganzenStarke fühlen, zeigte ihm das einzige Mittel seiner Ret-tung im hellen Lichte, und so forderte er ihn zum Meu-chelmord unwiderstehlich auf.

Am Schlüsse der Versammlung zu Dlois sprachman dem königlichen Ansehen öffentlich Hohn. DieRotte der Sechzehner entzog ihm das Untersuchungs-und Entscheidungsrecht, wenigstens drang sie mit Unge-stüm darauf, daß die Vorschlage der Stande ohne kö-nigliches Kreditiv als Gesetze gelten, und als solcheöffentlich bekannt gemacht werden sollten; und da über-haupt nichts zum Vortrag kam, was nicht in dem ge-heimen Kabinet des Herzogs beschlossen und ausgebrütetwar, so entschied sein unbeschrankter Wille allein auf

dem