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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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235
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Feinde eilen, oder die Nothwendigkeit der kästen zu be«Häupten suchen. — Und welche ungeheuern HindernisseHatte er in letztexm Falle nicht zu bestehen? Ein Volk,dem die Möglichkeit zur Verminderung seiner Abgabenaus der weitesten Ferne gezeigt wird, sieht die Vernichttung dieser Hoffnung als eine wirkliche Vergrößerungseines Drucks und seines Elends an, ohne die Möglich*seit der Ausführung in Anschlag zu bringen; die Liebe,die es seinem angeblichen Retter zollte, mußte den Haßentfernen, den es für seinen Erpresser nährte. Der Kö*nig fühlte und ahnete die schrecklichen Folgen seines Ent*schlusses, in diesem Falle sein Ansehen mit der ganzenStärke der königlichen Macht zu sichern, und den Liguis.len in diesem so höchst kritischen Punkte zu trotzen; seinEntschluß war so fest, daß der Erzbischof vpn Bourgeszweymahl vor ihm auftreten mußte, um ihn von seinemirrigen Wahn, wie er es nannte, zurückzubringen. Miteinem einzigen Edikt hatte er augenblicklich dem Volkeeine Last von zwey Millionen und sechs und sechzig tau-send Thalern abgenommen, und den geheuchelten Dankder Stande zu Blois eingeerntet, — Ein festlicher Tag,durch das Geläute aller Glocken, durch den Donner derKanonen, und durch Illumination verherrlicht, mußtediese große That des Königs laut verkündigen, währendman in stiller Ueberzeugung den Sieg des Herzogs vonEuise feyerte, dem allein man diese Volkswohlthat ver-dankte. — Dieser verwegene Schritt, den seine Anhän-ger mit dem Nahmen eines glänzenden Siegs belegten,machte den Ständen zu einem weit verwegnern Muth.Sie griffen jetzt furchtlos und dreiste die allgemeinenSchatzmeister an, deren Zahl von zwey auf zehn, deren

Macht