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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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Mord seinem Herzen fremd, aber als Rettungsmitteldunkel gefühlt, und durch die Vorstellungen seinerFreunde zur Selbstpflicht erhoben, sollte ihn von derGefahr retten, die über ihm schwebte. Wirklich warder beschlossen; und der König hatte so viel Muth, Dolchean neun Gasconische Edelleute mit den Worten- auszu-theilen : >1 daß sie die Strafe der Gerechtigkeit am groß-„ten Verbrecher seines Reichs vollziehen sollten."

Der Herzog von Guise wurde mehrmahls von sei-nen Freunden gewarnt, nicht am Hofe zu erscheinen;aber „ nein!" erwiederte er. — „ Unter dem Geräusche„der Waffen als Kind erzogen, hat das Bild des Todes„das Schreckliche verloren, das es für das ruhige Lc-„ ben hat. Bin ich denn nicht hier, um meinen Ruhm„und meine Ehre durch die Gefahren zu erhöhen, die„das Leben umlagern. Meine Lage, worin ich wich„gegen den König befinde, gleicht der von zwey gestellten„Herrn, die gerüstet einander fest im Auge behalten,„und nicht von der Stelle weichen, um in dem Rück-züge dem Feinde keinen Sieg zu gestatten; mein Weg-„ bleiben vom Hofe könnte mit dem Nahmen einer Flucht„belegt werden; und so triumphirten meine Feinde„durch die Vortheile des Uebergewichts. Nein, ich„will und muß meine Ehre in dem Sturme von Gefah-ren behaupten."

Der Präsident von Nully verdoppelte seine Zudring-lichkeit, und bat ihn weinend, seine unklugen Plane auf-zugeben; allein der Herzog, geblendet von seinem bis-herigen Glücke, erwiederte ihm höhnisch kachelnd: „ich„Wundere mich gar nicht über ihre Thränen; sie sind,

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