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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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243
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Kein Urtheil des Koni 's war Wohl so treffend alsdieses. Beyde Brüder, der Herzog Heinrich von Guist,und der Herzog von Mayenne, lhcilten die Macht ihresEinflusses und die Verdienste großer Männer; aber dieVerschiedenheit ihrer Charaktere bestimmte die Derschie-denheit ihres Schicksals. Jener, der Herzog von Guise,hatte durch seine Feldherrngröße sogar diejenigen besto-chen^ die seinem Ehrgeitze fluchten. Das Glück hatteseine Kühnheit gekrönt; der Herzog von Mayenne ver-band mit seinen gleich großen Talenten als Feldherreine unerschütterliche Geradheit und Klugheit. Alles,was er that, konnte nicht der Gunst des Glücks; sondernes mußte seinen eignen Verdiensten zugeschrieben werden»Jener war ranke- und projektevoll, dieser schlicht undgemäßigt; jener versprach viel, hielt wenig — dieser der»sprach selten, und man konnte sicher auf sein Wort rech-nen; jener strebte nach einer glänzendes, dieser nacheiner sichern und edlen Größe; jener war unbekümmertum die Mittel und die Verdiensilichkeit des Zwecks, die»ser wählte nur edle Mittel, und der edle, wenn auchmißverstandene Zweck, ging der Befriedigung feiner Lei»denschafkeN vor; jener häufte Schulden, ohne zu bejah«len, nur zufrieden, wenn ihm das Geld Nie fehlte, die«ser gab nur so viel aus; als er bezahlen konnte; jenernahm wenig Rücksicht äUf Ordnung seines Hauswesens;seiner Einrichtung und seiner Geschäfte, aber der Herzogvon Mayenne konnte hier als Muster für jeden aufge«stellt Werben» Wenn dieser sich Mit einem kärglichenGlücke, einer unbedeutenden Läge befriedigte, so kanntejener keine Grenzen seiner Wünsche, und seiner Begierde,UNd wenn dieser in dem Ruine des Staats seine Größe

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