gesetzlichen Ordnung, die doch immer in den Augenfrommer, aber parteyloser Katholiken mehr von einemNavarra, als von einer herrschsüchligen und plünder-gicrigcn Rotte gesichert wurde. Die Zügellosigkeirendes Mayennischcn Heeres, vom Anführer verabscheuet,von Pfaffen begünstigt und zur Pflicht gemacht, wa.rcn Navarra's Siege. — Die ganze Provinz Mainewurde von den Liguistcn mit Feuer und Schwert ver-heert, und in der Kirche zu Arquenai, welche die Pro^testanten selbst verschont hatten, Weiber genothzüch-tigt, die reichen Schatze geplündert, die Zierathenunter die Freudenmädchen vertheilt, und das Allerhei«ligste dem Gespötts Preis gegeben. Navarra suchtedie drückenden Durchmärsche durch Freundes und Fein-des Land zu mildern, die schreckliche Gestalt des Kriegsvon seinem Heere zu entfernen, und schonend gegenalle, Ruhe und Sicherheit des Eigenthums herzustel-len. — Kaum hatte er den König in Tours, wo erer von Maycnne theils belagert, theils von Verra-therey verfolgt wurde, befreyet, als er unaufhaltbardurch kleine Niederlagen, *) gerade auf Paris selbstlos ging. — Nicht sowohl die feindliche Macht, alsder Wankelmuth des Königs, der vor der geistlichenStrafe des Römischen Hofes zitterte, lahmte den ra-schen Flug feiner Thaten; und es erforderte die äußersteGeschicklichkeit, Heinrichs sinkenden Muth aufzurichten.
«Sire,
*) Eine nothwendige Folge der allgemeinen Empörung und desUngehorsams. Jedes unbedeutende Nest, sagt Sustp, machtesich eine Ehre daraus, seinen König aufzuhalten.