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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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271
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„der Unruhen, und ihr Bcwegungsgrund hat den Geist„der Empörung angefacht. Die Stande können allein„darin richten; ihnen muß man es überlassen. ES„ sey Euer Grundsatz, der Glaube ist ein Geschenk von„Gott, und kein Ausfluß irgend einer irdischen„Macht. — Lebt wohl, Freunde, meine Kräfte„schwinden, bittet Gott für mich, mein Tod möge„Euch keine Thräne entlocken!"

Heinrich von Navarra hatte kaum die Nachrichtvon dem meuchelmörderischen Anschlage auf des KönigsLeben erhalten, als er von Meudon zum König flog,und an sein Bett hin siürzre. Sprachlos, stumm, wei-nend faßte er seine Hand, glühende Thränen mischtensich in seine Küsse. Der König bat ihn tief gerührt auf-zustehen, umarmte ihn, gab ihm seinen Segen, underklärte ihn zu seinem Nachfolger. Er starb den andernTag am zweyten August, *) in einem Alter von bey-nahe acht und dreyßig, und nach einer Regierung vonfünfzehn Jahren. Mit ihm ging der Stamm von Va-lois aus, der den Französischen Thron zwey hundertund sechzig Jahre unter den größten Stürmen behauptethatte — der lctzw der Merovinger starb im Kloster, derletzre Karolinger im Gefängniß, der letzte Valoiser durchdas Mordmesscr eines Mönchs; alle drey wurden siedas Opfer der Wuth ihrer Unterthanen, die sie, wenig-stens die zwey letzten, glücklich machen wollten. — Kei-ner hat den Thron mit größerer Erwartung bestiegen,und keiner alle, auch die kleinste, weniger erfüllt, als

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*) I5SS-