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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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278
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„So schwebte also," nach Tbomas Darstellung,„der meuchelmörderisch erledigte Thron zwischen Jntri-„guen und Aufruhr; der Herzog von Mayenne hatte„ für fick seine Abkunft aus dein Lothringischen Hause-z, seine Talente, den Fanatismus des Volks, und die„Empörung der mächtigsten Provinzen; Philipp der„Zweyte das Gold von Mexiko, den Bannstrahl von„Rom, und eine Menge erfahrner und geübter Feld-„Herrn, vorzüglich den großen kriegerischen Geist eines„Herzogs von Parma; Heinrich der Vierte seine An»„spräche, seine Tugenden, seinen Degen und seine ge-„ringe Anzadl Freunde;" wirklich eine Lage, die denkalten Ehrsüchtigen eben so sehr entflammen, als denWuthvollesten Niederschlagen konnte. Allein der großeKomrast, der sich zwischen Heinrich dem Dritten undHeinrich dem Vierten zeigte, und der selbst von den ge-meinsten Soldaren tief gefühlt wurde, mußte ihm in derkurzen Zeit der Versöhnung Stoff genug dargeboten ha-ben, sich aus einer verzweiflungsvollen Situation,Welche die gewöhnlichen Kopfe verrückt, zu reißen,

„Mehre Städte,^ sagt Percfixe, „als Poissy,„Estampes und Meulan, gingen auf keine Versicherung„Heinrichs des Dritten eine Kapitulation ein. — Ein„ einziges Wort aus dem Munde Heinrichs des Vierten,„entwaffnete sie, seine Winke galten als Schwüre; je-„ nem von seinen Unterthanen verlassen, konnten die hei.„ ligsten Versicherungen nichts mehr helfen; dieser wurde^«Skgen seiner Worttreue sogar von seinen ärgsten Fein-„ den zurück gerufen. In jeder Gelegenheit glänzten Na-„varra's Muth, sein Knrgötalent, seine Klugheit,

„ seine