Buch 
Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
Entstehung
Seite
281
JPEG-Download
 

28r

D«nk für einen so wirksamen und entscheidenden Dienstzu erwarten, zu Heinrich, .befreundete ihn als König,und stellte ihm die edelgesinnten Männer vor. „Ich„bin," cntgegnete er, „Ihnen herzlich für Ihre Be-reitwilligkeit verbunden; nie werde ich es vergessen,

„ daß ich Ihnen die Sicherheit meiner Person und des„ Staats verdanke," und gerade diese Männer, verbun-den mit Heinrichs Freunden, wußten die Verschiedenhei-ten der Gesinnungen, desInteresse und der Vorurtheile, soMit einander auszusöhnen, daß man sich über die Noth-wendigkeit, augenblicklich einen König zu wählen, ein-verstand, und dieBedingungen mehr von ihm erwartete,als sie ihm vorschrieb, daß man jede Bezweiflung auHeinrichs Rechten zur Krone als die Losung und Ver-stärkung der verschiedenartigen Anführet ansah,

Heinrich schwor darauf den gewöhnlichen Thron-eid, und verpflichtete sich auf Königs Wort und Treuerdie apostolisch-Römisch - katholische Religion bey ihrerReinheit im Umfange des Königreichs zu schützen, keineNeuerung oder Veränderung in ihrer Lehre nach ihrenDisciplinar-Verordnungen zumachen; die geistlichenPfründen nur an kanonische Personen zu vergeben, sichin Ansehung der Religion der Bestimmung eines in sechsMonaten auszuschreibenden allgemeinen Nationalkoncilszu unterwerfen, wahrend dieser Zeit keine öffentlicheAusübung einer andern als katholischen Religion, aus-genommen in denjenigen Platzen zu dulden, welche dieProtestanten, der Unterhandlung vom April gemäß,,wirklich in Besitz hatten; keinem, als Katholiken, dasKommando der Städte und P-ätze des Königreichs, die

er