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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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gang der ganzen Sache zu unterrichten, und um ihn,wie das Orakel, um Rath zu fragen, weiche Mittel manergreifen könne und müsse, um die Religion, den Königund den Staat zu erhalten. —

So hatte Heinrich durch diese prunk- und geräusch-lose Stille seiner Handlungen, durch den ungezwunge-ncn Gang seines Betragens, und durch die sichtbareReinheit seiner ungeheuchelten Absichten den größtenTheil unwiderstehlich fortgerissen, und die laut tönendeEinstimmigkeit dieser, hakte den andern mit hin gezo-gen; aber bey den meisten war es nur eine Aufwallungeines augenblicklich wohlwollenden Herzens, keine Ueber-zeugung, eine geheuchelte Erklärung ohne Zuneigung,eine Zweydeutigkeit ohne Wahrheit. — Ein großerTheil, der von Heinrich die Annahme der katholischenReligion auf der Stelle nicht erzwingm konnte, glaubteeö der Nothwendigkeit seiner Lage schuldig zu seyn, bis zumAusschlag der politischen Wage neutral zu bleiben, wie dieHerzoge von Longueville, Revers, derHerr von O, undder ganze Troß seiner Anhänger. Eine zweyte, aber sehrkleinej Partey, ließ sich nicht auf einen bestimmten Ge-horsam gegen einen bestimmten Beherrscher ein; zufrie-den mit der Erklärung, einem Könige dienen zu wollen,ohne ihn zu benennen. — Eine dritte Partey verließden König gerade hin, worunter vorzüglich der Herzogvon Epernon gehörte.

Dieser Mann, auch unter dem Nahmen Jean Louisvon Nogaret bekannt — ein ehemahliger Liebling Hein-rich des Dritten, nach dessen Neigungen er seine Mam-mon modelte, anfänglich Anhänger des Königs von

Na-