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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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Navarra, mehr aus tödtlichem Haß gegen den grenren-losen kränkenden Ehrgeitz der Liguisten, und den Herrnvon Joyeuse, mit dem er die Gunst des Königs theilte,als aus Ueberzeugung; groß an Einfluß, unbedeutendin Ncgotiationen, durch beißende Pasquille und Sar-kasmen auf feine Großthaten von den Liguisten verfolgt;entlassen vom Hofe und wieder zurück berufen, von demKönige von Navarra mehr durch Liebe als Hochachtungausgezeichnet — dieser Mann entfernte sich in einer Ge-legenheit, wo sein ganzer Charakter auf dem Spielestand, unter dem elenden Verwände einer Unzufrieden-heit über die wenige Achtung, welche ihm vor den Mar-schallen, Biron und Aumont, erwiesen würde. SeineTruppen folgten ihm; und er brachte zuerst den Geist desMißvergnügens in Navarra's Lager. Sein Abschied —zu jeder andern Zeit ein unbedeutender Verlust, wurdejetzt die Losung für alle unstete, zweydeutigc, furchtsame,schwankende, schwache Menschen, die von ihrem erstenRausche erwachten, und jetzt aufgeschreckt durch dieMacht der Ligue, durch die Ungewißheit des Ausgangseinen ähnlichen Verwand suchten, und so MayennensPartey durch Navarra's Schwächung vergrößerten. Inkurzer Zeit war das ganze Lager, wie von einer epidemi-schen Seuche angesteckt.

Navarra fühlte diesen Verlust tief; aber unerschrok-ken mit erhabener Seele und mit einer weisen Sorglosig-keit über diese Ereignisse, trat er m ihre Versammlung,als sie über ihren Abtritt berathschlagen wollten. „Ihr„wißt," so redete er sie an, „welche Befehle mir der„König, mein Vorfahrer, noch sterbend hinterlassen

„hat;