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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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ZOO

und Deutschen Protestanten leichter mit sich vereinigenkonnte; ein dritter endlich, in der Normandie einige nochnicht liguistisch gesinnte Städte einzunehmen, sich durchEintreibung einiger noch nicht erhobenen Abgaben zudecken, und Elisabeths versprochene Unterstützung an sichzu ziehen. Der letzte Vorschlag war wie seinem Geisteentwandt, und gleich darauf ließ er seine Truppenkorpsin drey Abtheilungen aufbrechen. Die erste rückte unterAnführung des Herzogs von Longueville in die Pikardie,die zweyte unter dem Marschall von Aumont in Cham-pagne, die dritte, ungefähr sieben tausend, nach Sullynur drey tausend Mann stark, fährte er selbst nach derNormandie — der Herzog von Montpcnsier, Statthal-ter dieser Provinz, ließ noch einige wenige Truppen zuihm stoßen; Rolet, Statthalter von Pont de l'Arche,ein Mann von Kopf und Herz überbrachte ihm dieSchlüssel der Stadt, und verlangte zu seiner Belohnungnichts als die Ehre, in seinem Heere zu dienen; der Be-fehlshaber von Dieppe, Emar de Chattes, Komman-deur des Maltheferordens, öffnete die Thore von Dieppe.Ueber Pont de l'Arche wollte'der König nach Touraine;aber die Anerbietungen der edlen Normänner ändertenseinen Plan, und er machte Anstalten Rouen,zu be-lagern.

Rouen, am Flusse Bethüne, wird durch eine kleineaber starke Festung gedeckt — der Befehlshaber de Lau-noi, von der Ligue ernannt, hatte eine Garnison vonvier hundert Mann unter sich. — Der Herzog vonMaycnne rückte mit seiner ganzen Macht und mit einerHeeresmacht von dreyßig tausend Mann vor, um Rouen

ja