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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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301
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zu entsetzen. — Von einer glücklichen UnternehmungaufRoue» hing alles ab. — Navarra unterhielt mitdem Kommandanten ein heimliches Einvcrstandniß, undehe es sich Mayenne versah, war Rouen durch die unei»gennützige Ergebenheit des Befehlshabers in Navarra'sHanden. Die Garnison erhielt freyen Abzug, und dieStadt einen Sichcrheitsbrief gegen Plünderung.

Der Gewinn von zwey so stark befestigten Platzen,wie Dieppe und Rouen, welche auf lange Zeit dem kö-niglichen Heere hätten beträchtlichen Abbruch thun kön-nen, setzte Navarra in Stand, eine ungehinderte Ge-meinschaft mit England zu unterhalten — der einzigenMacht, auf deren Hülfe er noch mit einiger Zuversichtrechnete.

Der Herzog von Mayenne kannte eben so sehr dieWichtigkeit beyder Städte; und er versuchte alles, demKönige von Navarra den Besitz derselben streitig zu ma-chen. Er zog alle seine Truppen zusammen, und nahmum Dieppe alle Platze weg, um es rundum einzuschlie-ßen. Seine überlegene Anzahl, der Navarra nur einfliegendes Korps entgegen setzen konnte, versprach ihmden glücklichsten Erfolg. Seine Truppen von der Ge-wißheit des Siegs beseelt, und von dem Eifer der Pari-ser reichlich mit Geld und Proviant unterstützt, erwar-teten mit Ungeduld unter einem erfahrnen Feldherrn dieStunde des Kampfs. Mayenne ließ sogar mit einerZuversicht, woran seine sonst gewöhnliche Bescheidenheitnicht erröthete, das Gerücht verbreiten, und er schriebsogar an alle auswärtige Fürsten: er hatte den Bcarnerin eine Ecke getrieben, woraus er sich nur gefangen oder

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