Buch 
Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
Entstehung
Seite
303
JPEG-Download
 

Am Fuße des Dammes, von Arques zieht sich einelange krumm laufende Hügelkette hin, die mit Gebüschebesetzt durch den Fluß Btthüne von einander getrennt,zur Rechten durch einen Morast, zur Linken durch dasSchloß Arques, das eine weite Plane beherrscht, ge-deckt ist. Hier war es, wo der König das Schicksalvon einer großen Monarchie, und das der leidendenMenschheit entscheiden wollte. Mit einem unermudetenFleiß, der auf die Ersetzung der geringen Anzahl seinerTruppen berechnet war, ließ er tiefe Graben werfen,Einschnitte in den Damm machen, und Walle anlegen.Ucberall ging er mit dem mächtig wirkenden Beyspielevoran. — In drey Tagen hatte sich seine Armee achtSchuhe hoch in die Erde gegraben. Sein Rücken wardurch die Oeffnung nach Dieppe gedeckt. Auf den Dämmender Heerstraße standen zu beyden Seiten die Schweißer,zwölf hundert Mann stark — sechs hundert Landes-knechte vertheidigten den Einschnitt des Dammes, oberhalbder Heerstraße, und zwölf hundert andere eine Kapelle,die zwischen beyden Gräbern lag. Seine Reiterey, sechshundert Mann stark, stand zur Halste zwischen demHolze und der Straße; die andere Hälfte in kleine Korpsgetheilt, mußte die Blöße zwischen der Straße und denMorast ausfüllen. Ehe er noch ausruhen konnte,rückte die liguistifche Armee an.

Noch hatte Navarra aus den Schwenkungen desFeindes seine Absicht nicht errathen können/ und erglaubte noch immer augenblicklich von der Seite ange-griffen zu werden, wo er sich am stärksten verschanzthatte; allein einige Tage vergingen mit bloßen Plän-

kelcyen