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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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304
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keleyen und kleinen Scharmützeln, wobey die Liguistenam meisten durch ihre Kühnheit und Verachtung ihresFeindes litten. In einem derselben wurde Graf Bclingefangen, und zum Könige geführt. — Navarra gingihm entgegen, und umarmte ihn herzlich. Mit forschen-dem Auge und einer Art von Bewunderung suchte Belineine Armee, die Mayennens furchtbarem Heere trotzensollte. „Suchen Sie nicht," entgegnen ihm Navarra,in seiner gewöhnlichen Jovialität, „alle meine Truppen„können Sie nicht sehen. — Sie rechnen den Beystand„Gottes und das Bewußtseyn einer gereckten Sache„nicht mit." So sehr ich auch an dem Anblick diesesFünftens, setzte Sully als Augenzeuge hinzu, gewöhntwar, so setzte mich doch seine ruhige und heitere Mienein eine Art von Begeisterung; ich konnte nicht satt wer.den, ihn in einer so äußerst bedenklichen Lage, und einerso großen kaltblütigen Fassung zu bewundern. — EinMann, wie dieser, mußte dem Soldaten als etwasUebermcnschliches vorkommen, aber sie auch mit seinerganzen Unerschrockenheit beseelen.

Der Herzog von Mayenne hatte durch einen kleinenKrieg erst das Heer des Königs zu schwächen, und denSeehafen wegzunehmen gesucht. — Allein vom drey.zehnten bis zum zwanzigsten September war sein Angriffauf Roller fünfmahl mit dem tapfersten Widerständeund mit beträchtlichem Verluste zurück geschlagen. End-lich bot Mayenne seine Kräfte auf, durch eine allge.meine Schlacht sein Glück zu ertrotzen. Es war am einund zwanzigsten September, als er mit Anbruch des Ta-ges seine ganze Lruppenmasse vorrücken, und Navarra

auf