334 —-
Nahme« Befehle, Gesetze, Verordnungen ausgefertigetwerden sollten — ein Moment, der in jeder Rücksichtfür Maycnnc kritischer war, als der Verlust einerSchlacht. Seine Abwesenheit in den Niederlanden schobzwar die Entscheidung auf, verminderte aber die Vcr.worrenheir der Lage nicht. Hatte er den seinigen dazuhergegeben- wäre er in die Schlingen der Spanier ge-fallen, und auf immer verloren gewesen. —' Einemnahmenlosen Befehl aber mußte es an Ansehen und anWürde fehlen. — Der Nahme der Ligue hakte ihn denebb - und flutartigcn Bewegungen diese Partey Preis ge-geben. Ein Zwischenreich hätte seine uninteressirke Ab-sichten in ein Zwitterlicht setzen können. — Das einzigeMittel, den Schlingen der Spanier und den Lockungenzur Unruhe zu entgehen, blieb ihm noch frey, den Aus-schlag auf den ausgeschriebenen Reichstag zu verschieben,und seine Klugheit erforderte es, dieZusammenberufungder Stände dem Anscheine nach möglichst zu beschlemi-gcn. Bis dahin führte er seinen vorigen Titel unabge«ändert fort. — So konnte Mayenne es Philippen zurPflicht machen, seine Hülfstruppen nicht zu versagen,und er selbst mächtiger jeder gegentheiligrn Parteysuchtentgegen gehen.
Heinrich hatte unter dieser allgemeinen Verwirrungdie Stadt zwar immer näher eingeschlossen, aber dasGlück, das ihn mit einer Hand zum glänzendsten Sie-ger machte, raubte ihm, wie Sully sich ausdrückt, mitder andern die Vortheile und den Ruhm, mehr als bloßgesiegt zu haben. Die Schlacht bey Ivri hatte dieThore der wehrlosen Hauptstadt sprengen, den größeren
schwa-