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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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319
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schwachen und furchtsamen Theil der Liguisten entwaff-nen, vielleicht! ihm gerade den Weg zum Throne ebnenmüssen. Niemand konnte sich überzeugen, daß es einemSieger zu Jvri an Willen und an Mitteln fehle, seinenSieg zu vollenden — und doch mußten letztere den Flugseiner Thaten lähmen. —

Die ehemahlige Verwaltung der Finanzen hatte alleQuellen der Raubgierde geöffnet, das allgemeine Elenddie Zahl der Verwalter vergrößert, und ihre Unersätt-lichkeit genährt. Alle königlichen Einkünfte, alle einge-triebenen Gelder fielen dem Ersten, der sich ihrer bemäch-tigte, entweder als Beute zu, oder wurden von denNebeneinnehmern rabbatirt. Navarra, ohne Gewaltihre Raubgierde zu zügeln, ohne Kenntnisse ihrer Verun-treuung nachzurechnen, ohne Mittel, sie zu überführen,mußte, mit andern Planen beschäftigt, alles seinem al-ten Gange überlassen. Endlich zwang ihn die Noth, aufdie ersten Hülfsmittel zur Ausführung seiner Entwürfezurückzukehren. Eine allgemeine Meuterei) in seinemsiegreichen Heere, vorzüglich unter den Schweißern,die noch gar nicht bezahlt, ihm ihren fernern Dienst auf-sagten, war die erste Veranlassung dazu. - SeinOberaufseher der Finanzen, Herr von Maillebois undFresne, ehemahls Garderobenmeister — ein Mann,über dessen Verschwendungssucht, Hang zum Vergnü-gen und zum Spiel, über dessen Indolenz alle Schrift-steller einig sind — ein solcher Mann verwaltete die Fi-nanzen, und nährte in seinem Busen einen heimlichenNeid auf Heinrichs Glück. Heinrich litt an allem Man-gel, wenn jener sich kein Vergnügen versagte. — Es

gehörte