Buch 
Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
Entstehung
Seite
320
JPEG-Download
 

ZZ6 -

gehörte zu seinen Lieblingsfreuden, den Geldmangel desKönigs durch schadenfrohe Miene zu erhöhen, womiter seinen Forderungen durch Hinweisung auf die erschöpf-ten Gelder begegnete; und gerade in diesem Momente,worin die Schweitzcr ungestüm auf ihre Löhnung dran-gen, worin sie seine Plane durch ihren Abmarsch zu ver-nichten drohten, trat Herr von O mit der nackten Ent-schuldigung auf: daß die eingetriebenen Gelder, und dieEinkünfte der königlichen Domainen zum Bedürfniß derArmee verwendet worden. — Ein glückliches Gedächt-niß führte den König auf gewisse erhaltene und nicht be-rechnete Summen zurück, die er auch dem Herrn von Oaugenblicklich abnöthigte. Mit diesem Gelde konnteHeinrich zwar eine gefährliche Empörung stillen, unddiesem Falle die Nothwendigkeit einiger Finanzkenntnisseablernen; allein die vierzehn Tage nicht wieder zurückrufen, die er in Mante zubringen mußte, und die derVerfolgung seines Siegs unwiederbringlich verlorengingen. — „Oft habe ich Wünsche gehabt," so drücktesich der König selbst hierüber aus: „aber noch nie hatte„ ich Zeit gefunden, Plane zu machen."

Diese einzige wahre Ursache seines Aufenthalts, wurdedurch kleine Parteyranke, die immer in Gefolge einesSiegs sind, vergrößert. Laut beschuldigte man denMarschall Biron, daß er aus Furcht, seinen Einflußzur Zeit der Ruhe zu verlieren, Heinrich von seinem ra-schen Marsch auf Paris zurückzuhalten suche. — Daßein Mann, wie Biron, vollwichtiges Ansehen bey Heimriehen verdiente, und besaß, ist nicht zu laugnen, daß«der ein Mann, wie Biron, mit seinen unschätzbaren

Lalen-