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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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321
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auf allen Punkten angreifen ließ. Schon hatte er eineSchanze durch seine Landesknechke, die als verstellteUeberläufer mit verkehrtem Gewehr keinen Widerstandfanden, weggenommen, und die Mannschaft mit Ver-lust von drey Fahnen vertrieben; schon war Sully mitseinem kleinen Delaschement in großer Unordnung ausdie Kapelle zurück gedrängt, und auch der ganze Hohl«weg von ihm besetzt; schon konnten die ermatteten Trup-pen, die immer im Feuer standen, und Waffen undPferde verloren hatten, dem sich beständig ablösendenund ersetzenden Feinde nicht mehr widerstehen; schonkonnte Navarra seinem Freunde Sully, als er um Un«terstützung bat, nichts andres antworten: „Freund,„ich kann Euch nicht Einen Mann schicken, denn ich„habe selbst keinen, aber Ihr müßt deßwegen den Muth„nicht verlieren," als die königlichen Truppen durchdie versprochene Unterstützung, worauf weder Sullynoch ein Officier rechnete, beseelt, die unglaublichstenThaten verrichteten. — Gleich einer neuen Schöpfungvergaßen die Verwundeten das strömende Blut; die Ster-benden erheiterten, die Armee verdoppelte sich. — Eindicker Nebel verbarg mit dem Feinde die Gefahr, dieüber alle gleich drohend sich lagerte, und welche diedurchdringende Sonne erst in ihrem ganzen Umfange füh-len ließ. — Jetzt stand die ganze feindliche Macht inihrer furchtbaren Größe so nahe, daß keiner mehr dasEnde des Dammes — die letzte noch übrige Brust-wehr — erreichen konnte, daß alle sich unwiederbring-lich verloren gaben.

Aber gerade die Gleichgültigkeit gegen das Leben —eine Folge der so lange dauernden Todesgefahr — ver--Heink, d, Mette, 2. Th. U duNdM