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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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327
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war es nur ein Versuch aufUmstimmung der Pariser Ge-sinnungen, den Heinrich mit seinen neuen Kräften und mitder Schnelligkeit der Überraschung machen wollte. SeineMenschlichkeit, die vor ihm her ging, und die sich selbstin dem Ernste nicht verbarg, scheint die Vorwürfe einerUebcreilung von feinem Plane wegzuwischen.

In pfeilschneller Geschwindigkeit rückte Heinrich miteiner Abtheilung seiner Truppen vor Paris, das sich insüße Träume über die falschen Berichte eingewiegt halte,und sich durch Spottlicder über den geschlagenen Königergetzte. — Alle Vorstädte sollten nach seinem Befehleauf einmahl erstürmt, und so der Schreck von jederSeite der Stadt gleich stark verbreitet werden. Am Tagealler Heiligen vor Tages Anbruch würd): der Angriff ge-macht, und in kurzer Zeit der Sieg für ihn entschieden.Der Widerstand einer unzähligen aber verwirrten Mengevergrößerte das Blutbad. In einer Vorstadt bliebenacht hundert, in der Vorstadt S. Gcrmain drey hun-dert — in allem schätzt man den Verlust auf dreyzehnhundert. Wahrscheinlich hätte Heinrich sich der ganzenStadt bcmeistcrt, wenn er mit Kanonen versehen dieThore hätte einschließen können; wirklich drang Sullymit fünfzehn bis zwanzig Mann in dieselbe ein, alleinder Mangel an Unterstützung hielt hier, wie der Man-gel an Kanonen, die ganze Unternehmung auf; und sokonnte Mayenne über eine nicht abgebrochene Brücke dergeängstigten Stadt zu Hülfe eilen. — Navarra ließdie Vorstädte zur Ersetzung des rückständigen Solds,doch unter dem strengsten Benote der sonst gewöhnlichenGewaltthätigkeiten und mit der innigsten anempfohlnen

Scho-