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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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356
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war größer, weil er sie nicht vermuthet hatte. —Schlau genug fing der Herzog von Mayenne wiederneue Unterredungen mit dem Könige an, schreckte ihn an.fanslich durch harte Friedensvorschläge mit einem ern-sten Rückblick auf das anrückende Spanische Subfldien-heer zurück, zog ihn aber durch Hoffnungen, die erdurchstrahlen ließ, wieder an, bis er Zeit genug gewon-nen hatte, sich mit Alexander Faruefe zu vereinigen, undden König von einem noch zuletzt gewagten Sturm ab-halten konnte, worauf er plötzlich alle weitere Unter«Handlungen abbrach, unter dem Verwände, daß er nurin Verbindung mit dem Prinzen von Parma unterbau-deln dürfe. Tief fühlte die Armee, tiefex der König dieWunde, die ihnen die überlegene Gewandtheit ihrerFeinde geschlagen hatte. Die Unentschlossenheit und diegetheilten Meinungen seines Kriegsraths vermehrtenseinen Kummer, und die Vorwürfe der Politik über-schrieen den Beyfall der Menschlichkeit, die er gegenseine Feinde zu seinem eigenen Nachtheil geehrt hakte.Die Gefahr stieg mit jedem Augenblick; das verbündeteHeer von vier und zwanzig taufend Mann Fußvolk, undbeynahe zwölf tausend Reitern bedrohte feinen Rücken,während die Hoffnung des Entsatzes den Muth der Be-lagerten stählte, und die Verzweiflung vielleicht dieganze so lange eingeschlossene Garnison von Paris mitder Wuth, zu siegen oder zu sterben, auf ihn los jagenkonnte.

Die Aufhebung der Belagerung, die drey Monategedauert hatte, mußte seiner Armee die heißen Crwar-tungen ihres Lohns für die überstandenen Ungemachlich-

keilen.