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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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keilen, entziehen, und in der Schande zugleich den Keimihrer Auflösung befruchten. — Ihm selbst, dem tap.feren und sieggewohnten Helden, mußte es kränkendseyn, eine Stadt zu verlassen, deren Ucbergabe der viel«köpfigenLigue einen tödtlichen Streich versetzen konnte.—Die Verwegenheit zeichnete ihm noch allein einen Wegvor, den der König in dem stürmischen Gewühle seinerEmpfindungen, vielleicht auch überrascht von seinerGröße, ergreifen wollte. — Eine Abtheilung seinerTruppen sollte nehmlich die Vorstädte von Paris einge-schlossen halten, während der König an der Spitze derandern Abtheilung dem überlegenen Prinzen von Parmaeine Schlacht anzubieten entschlossen war. Wirklichrückte er schon in die Ebene von Bondy, zwischen Parisund dem Spanischen Heere, aber der Marschall von Bi«ron vermochte endlich so viel, daß Heinrich seinen Planund die Belagerung von Paris aufhob, seine Armee zu-sammen zog, und eine Stellung nahm, die den Prinzvon Parma zu einem Treffen nöthigen, und dennochParis die Zufuhr an Lebensmitteln erschweren konnte.Sein Rückzug war musterhaft, und er verrieth eben soviele Einsicht als Klugheit — nicht Ein Mann wurdeverwundet, nicht Eine Kanone verloren, nicht Ein Wa-gen vom Feinde erbeutet. Am ersten und zweyten Sep-tember kam die ganze Armee auf ihrem bestimmten Sam-melplätze an.

Unerkannt war der Prinz von Parma nach Parisgegangen, um den Muth der Belagerten eben so sehraufzurichten, als die Stimmung der Partey auszukund-schaften. „Ich habe gemerkt," sagte er darauf zum

Herzog