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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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375
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W-der der Brief des Herzogs von Luxemburg, derdie kraftvollsten Wahrheiten enthielt, noch auch die drin-genden Vorstellungen des royalistischen Gesandten zuRom, Marquis Pisani, konnten den Papst von der ern-sten Theilnehmung an der Ligue abschrecken. Er schickteeinen Nuncius, Marsiglio Landriano, nach Frankreich,mit der ungebundenen Vollmacht, die ganze königlichgesinnte Geistlichkeit mit der ganzen Gewalt kirchlicherStrafe zu zwingen, der Ligue beyzutreten. Er unter-hielt einen lebhaften Briefwechsel mit der Rotte derSechzehner, und ein Theil des Sixtinifchen Schatzeswurde zur Anwerbung und Besoldung der Truppen, zurVerthcilung unter die Sechzehner, und zur Belohnungder Oberhäupter der Kabale und Intrigue verwendet.Selbst seine Armee mußte noch eine Abschrift der Exkom-munikationsbulle mitnehmen, die sein wüthender Nun-tius zu vollstrecken hatte.

Aber gerade dieser glühende Eifer des Papstes, derden Nuncius bis zur Wuth beseelte, wurde mit einerunerwarteten Widersetzlichkeit vergolten. Sogar Mayennehatte ihm mehr Mäßigung und Behutsamkeit angera.then; und die Geschichte hatte ihm den Spiegel vorhal-ten können, wie wenig der reitzbare Franzose für An-maßungen des heiligen Stuhls selbst in einer kritischenLage empfänglich sey, wie sehr er mit schnaubendem Un-willen sich seiner Eingriffe, selbst zu der Zeit entgegenstemmte, wenn er allein von ihm Rettung zu hoffenhabe. — Gleich nach dem ersten Schritt, den der Nun-tius zur Vollstreckung seiner Instruktion that, erhobjKH das Parlament zu Tours mit dem zu Chalons,

und