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ließ er sich durch Philipps glatte Worte und liebevolleVersicherungen so hinreißen, daß er seine große und un-eigennützige Versprechungen mit voller Zufriedenheit,und mit der sichersten Erwartung ihrer Verwirklichungaufnahm, und sie dem Herzoge von Mayenne als Be-weis seiner glücklichen Sendung überbrachte.
Aber Mayenne ließ sich durch diese anerkannt fal-sche Münze nicht bestechen; überzeugt, daß Philipp nichtmehr für ihn that, als er mit Wucher von der Liguewieder zu erhalten voraussah. — Schon oft hatteMayenne fühlen lassen, wie sehr er sein Vaterland 'be-dauere, das von seinem Retter einstens seinen Untergangerhalten sollte; allein seine Schwache, mithin auch feineKlugheit, legte ihm in entscheidenden GelegenheitenStillschweigen auf, und Philipp wußte zu sehr, daß, solange Mayenne seine Schritte beobachtete, er nie zu sei-nem Ziele ungehindert forteilen könne. Seine fürchter-liche Politik, die er auf oem Gebiet der Niederlande imganzen Umfange ihrer Praktik geübt harte, konnte dasMittel nicht verfehlen, das sie zu Maymncus Sturzverbreitete. — Es war nicht die Auflösung des Bun-des, die dem wachsamen Navarra so Vortheilhaft hatteseyn können, sondern die Zernichtung der Oberleitungdieses Bundes war es, wozu Philipp die Verräthereyanfachen und besolden wollte. Die Emweichung desjungen, seit der Ermordung seines Vaters zu Toursgefangenen Herzogs, Karl von Guift, führte ihn geradeauf diesen speciellen Zweck; alle andere Faktionen ar-beiteten für seinen allgemeinen Zweck.
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