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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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381
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und Zeitalter gebracht hatte; er, der Würger derNiederländer, der Despot an Ebro, und am Tajo,der Kannibale von Indien, der jetzt am Abend sei-nes blutigen Lebens die Grauel seiner Sckand-thaten durch Verwüstung oder Vernichtung einer derglänzendsten Weltmonarchien beschließen wollte; diesergeschworne Feind der genußvollen Freyheit und der rei-nen Harmonie mußte ihm, dem Freunde der Ordnungund Ruhe, selbst zu Hülfe kommen. Seine Geburtenvon Faktionen mußten einander selbst verschlingen, undje sicherer er seinen Plan zum Verderben berechnet hatte,desto gewisser mußten sie den Genius der Menschheit undder Humanität zum Ziele führen. —

Mit einer verdoppelter! Wachsamkeit und Thätig-keit, welche die Uneinigkeit unter seinen Truppen, unddep lauernde Feind an der Grenze nothwendig machten,mußte er seinen Gegner fest im Auge halien, und vonjeder Blöße, die er ihm gab, augenblicklich zu gewinnensuchen. — Wie immer, so mußten sie vorzüglich jetzteine doppelte Richtung nehmen. — Die erste auf denGang der kriegerischen Armee, die zweyte auf den derpolitischen Begebenheiten.

Einheit des Interesse forderte den König und seinehugonottische Armee auf, die Königin von England mitBitten um die Erhaltung ihres Beystandes zu bestür-men. — Er, von so verschiedenen Feinden, auf soverschiedenen Seiten, und auf so verschiedene Art mitallgemein überlegner Macht angegriffen, und seine Armeevon der Furcht vor des Königs Bekehrung noch mehrals vor ihrer Bcsiegung geängstigt, trugen beyde ihre

Ange-