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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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386
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die Armee des Herzogs von Mayenne nur gering verstär-ken konnten. — La Noue, ein alter im Dienste graugewordener Krieger, stand gegen Mercoeur in Bre-tagne. Er galt und bandelte als eine große Armee;mit seinen wenigen Truppen hielt er eine dreymahl über-legene Masse auf. Bey der Belagerung von Lamballeerhielt er durch eine Kanonenkugel eine Wunde, die ihmbald das Leben nahm, das ein Muster von Reinheit desHerzens und Unschuld der Sitten war. Sein Muth undseine Feldherrngröße haben ihm einen Platz neben denberühmtesten Männern seines Jahrhunderts erworben.Er hinterließ seinen Kindern nichts, als sein Beyspielvon Adel des Herzens und Größe der Seele. Sein be-trächtliches Vermögen hatte er willig im Dienste desStaats geopfert. Heinrich allein wußte seine Verdienstezu schätzen; und die Dankbarkeit, die er dem Vater nichtzollen konnte, seinem Sohne zu vergelten. — Lamballewurde zwar entsetzt; allein der Herzog von Mercoeurvermochte mit seiner ansehnlichen Macht nichts gegenHeinrich, und war immer so im Gedränge, daß er Zu-flucht zur Unterhandlung nehmen mußte, bis diese end-lich in einem allgemeinen Frieden sieben Jahre nachherumgeändert, und fest bestimmt wurde. — Der Vi-komte von Türenne, der nehmliche, der ihm durch seineGesandtschaft so wesentliche Dienste geleistet hatte, er-hielt den Marschallstab, um zu der Hand der hugenotti-schen Herzogin von Bouillon, Charlotte de la Mark,souveränen Dame von Sedan, berechtigt zu werden, umwelche der Herzog von Lothringen lange Zeit für seinenältern Sohn, den Marquis du Pont, und der Herzogvon Revers gebuhlt hatten. — Heinrich rächte sich

durch