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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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396
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Tone und Blicke entgegen, „bleiben Sie, setzen Sie„Sich; wir wollen die Einwendungen der andern Man-„ner hören." Der verwirrte Kardinal setzte sich, keinMensch sprach, aber laut war der Spott und dieSchan-de, die ihn trafen. Freylich war dadurch die Fakrion derDrittler nicht vernichtet; aber Heinrich hatte ihre Machtin ihrem Anführer erschüttert, und Bourbons Leichtgläu-bigkeit ließ sich auf einer andern Seite mit Schmeicheleyengewinnen, während man den Eifer seiner Rathgebecdurch Ehrenstellen und Gunstbezeigungen bestach — einsicheres Mittel, ihre Funge zu lahmen, und den Refor-mitten die Verleihung des neuen Edikts zu Poitiersnicht abzuschreyen. — Die ganze Versammlung groß.ten Theils aus Katholiken und aus Männern von Kopfund Herz bestehend, genehmigte den mit so triftigenGründen unterstützten Vorschlag des Königs, doch hingihm noch die Klausel an: daß dieses Edikt nur bis aufHerstellung eines allgemeinen Friedens, und bis auf güt«liehe" Beylegung aller Religionsbefchwerden als einReichsgefetz gelten sollte.

Dieser Aufschub, für Heinrichen der größte Ge-winnst, und eine reiche Gelegenheit mit beyden Parteyenim geheim desto wirksamer zu unterhandeln, trieb dieübrigen Rotten mit einer Art geilen Wuchs zu einerHöhe, wovon sie an Fülle der Kraft überladen baldherab sinken mußten, — Die Rotte der Sechzehnerlehnte sich mit einem Arme auf das Ansehen des Herzogsvon Guise, und mit dem andern auf die Macht derSpanier und den Schutz des päpstlichen Legaten. Schra-ken ging vor ihren Schritten her; ihr Eifer war mit

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