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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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399
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Ihre Mord - und Raublust hatte jetzt freye Bahngemacht, und nur das Parlament stand ihrem ungehin-derten Wirken allein noch entgegen. Lange hatte sichdieses durch die Hitze ihres religiösen und politischen Ei-fers blenden, lange sich durch das Zauberwort — Va-terlandsliebe und Rckigionsenthusiasmus — zu demWahn hinreißen lassen, einerley Zwecke und Absichten zuvermuthen; allein seit der Zeit, als ihre verworfenenAbsichten sich mehr entwickelten, mußte es seine Wach-samkeit verdoppeln. Von nun an war es fest entschlos-sen, seine Würde zu behaupten, keinen der Rotte ausdem Auge zu lassen, und jede Unternehmung derselbenzu vernichten. Wirklich hatte es einen der Korrespon-denz mit denRoyalisienBeschuldigten losgesprochen; undgerade das war der Punkt, wo der Hebel zum Stur;des Parlaments und des Herzogs von Mayenne ange-setzt werden sollte.

Im Monat November hielt die Rotte eine geheimeVersammlung, worin Matlhjeu Lanoi Präsident warein eingefleischter Bösewicht, der als katholischer Pries-ter, einer Frau wegen, zur reformirten Kirche, undvon dieser, aus Ueberdruß gegen seine Frau, wieder zurkatholischen Kirche übergegangen war. Das geheimeResultat dieser finstern Anschlage war; sich der Per-sonen plötzlich zu entledigen, die sie in ihren Unter-nehmungen hindern konnten, und alsdenn das Volkgegen den Herzog von Mayenne zu bewaffnen. — Schonlange hatte der Präsident des Parlaments, BarnabasBrisson — ein Mann, der durch seine großen Talenteeine weite Celebrität seines Nahmens errungen hatte —

der